Eine Hausratversicherung schützt Hab und Gut – nicht zuletzt gegen Diebstahl. Im Versicherungsfall wird der Schaden zum Wiederanschaffungswert ersetzt. Wer eine Hausratversicherung abschließen will, kann mit einem Vergleich viel Geld sparen.
Die Kriminalitätsraten in vielen deutschen Städten steigen drastisch an. Vor allem Einbruchdiebstahl und Diebstähle aus Fahrzeugen heraus werden zum Problem. Verbraucher sollten überprüfen, ob sie gegen solche Diebstähle versichert sind. Mit einer Hausratversicherung lassen sich viele Risiken abdecken. Vor dem Abschluss einer Police ist ein umfassender Vergleich empfehlenswert, weil die Konditionen der zahlreichen Anbieter sich deutlich unterscheiden.

Hausratversicherung schützt Hab und Gut
Diebstahl aus Kfz: die Hausrat zahlt…
Eine Hausratversicherung schützt Gegenstände des Hausrats gegen verschiedene Risiken, darunter zum Beispiel Feuer, Leitungswasser und Einbruchdiebstahl. Die Diebstahlversicherung gilt nicht nur für Gegenstände, die sich in der versicherten Wohnung befinden. Sie kann auch greifen, wenn Gegenstände aus einem abgeschlossenen Fahrzeug entwendet werden. Der Schutz dieser so genannten Außenversicherung greift aber nicht immer. Bedingung ist, dass das Auto in einer verschlossenen Garage oder in einem abgeschlossenen Parkhaus abgestellt ist.
…oft aber nur einen Teil des Schadens
Bei einem öffentlich zugänglichen Parkhaus müssen Versicherungsnehmer mit einer deutlichen Kürzung der Versicherungsleistung rechnen, weil der Versicherer grobe Fahrlässigkeit unterstellt. Kürzungen im Bereich von 50-70 % sind dann realistisch, auch wenn das Fahrzeug an sich ordnungsgemäß verschlossen war. Auf ihre Teilkaskoversicherung können sich Autofahrer nicht verlassen. Diese versichert nur Fahrzeugteile und keine im Fahrzeug befindlichen Gegenstände. Viele Kfz Versicherer bieten allerdings Erweiterungen des Versicherungsschutzes an.
Hausratversicherung bietet Schutz zum Anschaffungswert
Opfer von Einbrüchen müssen nicht nur damit leben, dass Kriminelle in ihre Privatsphäre eingedrungen sind. Mitunter kann der materielle Schaden beträchtlich sein, wenn zum Beispiel hochwertige Unterhaltungselektronik, Schmuck, Bargeld und andere wertvolle Gegenstände des Mobiliars entwendet werden. Wer eine Hausratversicherung besitzt, ist im Vorteil. Die Police zahlt bei Einbruchdiebstahl den Wiederanschaffungswert der entwendeten Sachen. Die Versicherungssumme beträgt bei den meisten Standardverträgen 650 € pro Quadratmeter. Für bestimmte Gegenstände gelten besondere Entschädigungshöchstgrenzen, zum Beispiel 1200 € für Bargeld und 20.000 € für Wertpapiere und Schmuck.
Hausratversicherung macht für jeden Sinn
Die Bedeutung der Hausratversicherung ist unter Finanzexperten nicht ganz unumstritten. Häufig wird argumentiert, der Abschluss einer Versicherung lohne sich nur, wenn der Hausrat einen größeren Wert erreicht. Das ist aber nur die halbe Wahrheit. Wer relativ wenig Hausrat besitzt, verfügt sehr häufig auch über ein geringes Einkommen und wenige oder gar keine finanzielle Rücklagen. Dann kann auch ein Schaden am Hausrat im vierstelligen Bereich zu einer spürbaren und dauerhaften Beeinträchtigung der materiellen Lebensqualität führen. Auch Haushalte mit geringem Einkommen, wie zum Beispiel Studenten, sollten deshalb, nach einem umfassenden Hausratvericherungsvergleich, über den Abschluss einer Hausratversicherung nachdenken.
Stiftung Warentest: Vergleich spart bis zu 1000 €
Die Stiftung Warentest hat in einer Untersuchung von 107 Tarifen zur Hausratversicherung große Preisunterschiede festgestellt. Wie die Verbraucherschützer ermittelten, können Verbraucher im Extremfall bis zu 1000 € im Jahr sparen. Diese Differenz bezieht sich auf Haushalte am selben Wohnort und in vergleichbarer Lebenssituation. Eine jährliche Ersparnis im Bereich von 200 bis 400 € ist nach Angaben der Verbraucherschützer beinahe die Regel. Die Kosten einer Hausratversicherung hängen zum einen von der Versicherungssumme, zum anderen auch vom Wohnort ab. Gegenden mit statistisch betrachtet höheren Einbruchsrisiko sind nur gegen einen höheren Beitrag zu versichern.
Foto: (c) cristovao / www.shutterstock.com