Das aktuelle Marktumfeld macht es Anlegern schwer. Mit Tagesgeld und Festgeld lässt sich nach Abzug von Steuern und Inflation kaum die Kaufkraft des Ersparten erhalten. Der Aktienmarkt ist unkalkulierbar und nach den Tiefs in der Krise bereits wieder deutlich gestiegen. Sichere Anleihen sind massiv überbewertet, risikobehaftete Bank- und Staatsanleihen hingegen nur etwas für Wagemutige. Das gilt auch für offene Immobilienfonds. Was also tun? Mit altbewährten Instrumenten und Strategien lässt sich auch jetzt ein gutes Portfolio aufstellen.

Aktien: Dividendenrenditen bis 8 %

Auch wenn der Aktienmarkt stets mit einem Risiko verbunden ist, bleiben Aktien als Anlageklasse attraktiv. Voraussetzung ist, dass Verluste zu verkraften sind und das Geld für mindestens 3-5 Jahre angelegt werden kann. Dieser Grundsatz galt im Übrigen schon vor der Finanz- und Wirtschaftskrise. Blue Chips mit hoher Dividendenrendite gelten unter vielen Fachleuten als relativ risikoarm. Die Dividendenrendite gibt das Verhältnis des aktuellen Kurswertes zur prognostizierten nächsten Ausschüttung an. Im Deutschen Aktienindex bietet aktuell die Aktie der Deutschen Telekom mit knapp 8 % die höchste Dividendenrendite. Es folgen die Aktien der beiden Energieversorger Eon und RWE mit jeweils 6,4, und die Aktie der Münchener Rück mit 5,9 %. Auch die Deutsche Post (5,3 %), die Allianz (5,1 %) und die Aktie des Handelskonzerns Metro (5,0 %) bieten überdurchschnittlich hohe Dividendenrenditen.

Aktienanleihen: Bis zu 15 % Zinsen

Eine interessante Alternative zu Aktieninvestments sind Aktienanleihen. Die Papiere sind im aktuellen Marktumfeld mit Coupons von 10 % bis 15 % ausgestattet. Entwickelt sich der Kurs der zugrundeliegenden Aktie allerdings schlecht, zahlt der Emittent bei Fälligkeit nicht das Geld zurück, sondern liefert stattdessen eine festgelegte Anzahl Aktien. Inhaber von Aktienanleihen erzielen eine im Vergleich zum Direktinvestment in Aktien bessere Rendite, wenn die Aktie nicht stark steigt. Es besteht aber ein großes Verlustrisiko: Wird die zugrundeliegende Aktie vollständig wertlos, erhalten Anleger nur die Kuponzahlung. Für diese wiederum besteht ein Emittentenrisiko.

Bundeswertpapiere bringen keine Rendite

Bundeswertpapiere sind infolge der Euro-Schuldenkrise massiv überbewertet, wodurch die Renditen entsprechend niedrig sind. Ein Verlustrisiko besteht bei Schatzbriefen, Tagesanleihen, Bundesobligationen und Finanzierungsschätzen zwar nicht. Die jährliche Rendite liegt mit maximal einem Prozent allerdings deutlich unter der amtlich gemessenen Inflationsrate. Selbst mit lang laufende Bundesanleihen sind Renditen von mehr als 2 % nicht möglich. Bei den an der Börse notierten Bundesanleihen besteht zudem während der Laufzeit ein beträchtliches Risiko– schließlich haben die Schuldverschreibungen eine lange Rallye hinter sich. Geldanlage Ratgeber empfehlen eher Anlagen in Tagesgeld und Festgeld. Mit Tagesgeld sind 2,5 % bis 3 % möglich, für Festgeld ab drei Jahren Laufzeit zahlen Banken bis zu 4 % Zinsen im Jahr.

Diversifikation bleibt der Schlüssel

Der Schlüssel zu einer langfristig erfolgreichen Anlagestrategie bleibt Diversifikation. Ein konservativ bis moderat chancenorientiertes Portfolio könnte zum Beispiel zu 30 % aus Festgeld, zu 20 % aus Tagesgeld und zu 30 % aus Blue Chips mit hoher Dividendenrendite bestehen. Die verbleibenden 20 % könnten je zur Hälfte in Aktienanleihen auf Blue Chips und Edelmetalle (zum Beispiel Xetra-Gold) investiert werden.

 

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