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Rezession in der Eurozone, Deutschland und Griechenland

Eingetragen am 17. Februar 2012 – 00:44Kein Kommentar

Die Rezession greift um sich. Die Wirtschaftsleistung in Griechenland, Deutschland und der Eurozone ist zuletzt zurückgegangen. Ganz besonders hart traf es die griechische Wirtschaft. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Hellenen sank im Jahr 2011 um 6,8 %. Das teilte am Mittwoch die nationale griechische Statistikbehörde mit. Die griechische Regierung war von einem Rückgang um 5,5 % ausgegangen, die griechische Zentralbank hatte mit einem Rückgang um knapp 4 % gerechnet. Im Jahr 2010 war die Wirtschaftsleistung Griechenlands um 4,5 % gesunken. Als Hauptursache für die außerordentlich harte Rezession gelten die Sparprogramme der Hellenen.

Druck auf Griechenland wächst

Die schwere Rezession erschwert es der griechischen Regierung, die international vereinbarten Sparziele zu erreichen. Mit der Wirtschaftsleistung sinken auch die Steuereinnahmen. Zugleich steigen die Ausgaben für die rasant zunehmende Arbeitslosigkeit. Die Arbeitslosenquote in Griechenland ist binnen weniger Jahre um sieben Prozentpunkte auf fast 21 % gestiegen. In der Gruppe der unter 24jährigen ist fast jeder zweite ohne Beschäftigung. Das griechische Arbeitslosengeld wird nur ein Jahr lang gezahlt. Danach besteht kein Anspruch mehr auf staatliche Leistungen. Das jüngste Sparprogramm sieht eine deutliche Kürzung des Arbeitslosengeldes um rund 140 € im Monat vor.

Deutsche Wirtschaft schrumpft im vierten Quartal

Die Sparprogramme in Südeuropa und die insgesamt mäßig verlaufende Weltkonjunktur haben auch der deutschen Wirtschaft im vierten Quartal einen Dämpfer beschert. Wie das Statistische Bundesamt meldete, ging das Bruttoinlandsprodukt in den letzten drei Monaten des Jahres um 0,2 % gegenüber dem Vorquartal zurück. Bei einer vorläufigen Schätzung im Januar hatten die Statistiker noch mit einem Rückgang um 0,25 % gerechnet. Das Gesamtjahr 2011 verlief für die deutsche Wirtschaft allerdings ausgesprochen positiv: die Behörde bestätigte das BIP Wachstum in Höhe von 3 % gegenüber dem Vorjahr. Im vierten Quartal machten sich vor allem sinkende Konsumausgaben und fehlende Impulse aus dem Außenhandel bemerkbar.

Euroraum erlebt erste Rezession seit Frühjahr 2009

Die Wirtschaftsleistung der Eurozone ist im vierten Quartal um 0,3 % gesunken. Das entspricht dem ersten Rückgang seit dem zweiten Quartal 2009. Ähnlich wie in Deutschland sackte die Konjunktur zum Jahresende hin zunehmend ab. Für das Gesamtjahr vermeldet die europäische Statistikbehörde Eurostat eine Zunahme der Wirtschaftsleistung um 1,5 %. Der Großteil entfällt davon auf das erste Quartal mit 0,8 %. Dass der Rückgang des BIP im vierten Quartal nicht noch größer ausgefallen ist, ist allein auf das überraschend eingetretene Wachstum in Frankreich, der zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone, zurückzuführen. Die französische Wirtschaft ist im letzten Quartal um 0,2 % gewachsen. Analysten hatten mit einem Rückgang um 0,1 % gerechnet.

 

 

Foto: (c) Zorandim / www.shutterstock.com

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