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Wie gut ist Ihre Bonität? Die Verbraucher-Scores der Schufa

Eingetragen am 4. Januar 2010 – 11:59Kein Kommentar

Die Schufa sammelt nicht nur viele Daten zu rund 65 Millionen Bundesbürgern – sie wertet sie auch aus. Das Ziel so genannter Scorewerte: Das Kreditausfallrisiko der Schufa-Vertragspartner soll reduziert werden. Das Prinzip: Mit mathematisch-statistischen Methoden wird auf Basis der zu einer Person gespeicherten Daten die Wahrscheinlichkeit ermittelt, mit der ein Verbraucher seinen Verpflichtungen ordnungsgemäß nachkommt. Verbraucher können im Onlineportal der Auskunftei einen so genannten Basisscore zu ihrer Person einsehen. Dieser gibt einen Anhaltspunkt darüber, wie es um die eigene Bonität bestellt sein könnte. Der Zugang zum Onlineportal der Schufa kostet einmalig 16,00 Euro. Unternehmen, die sich bei der Schufa über potenzielle Kunden informieren, fragen allerdings nicht (nur) diesen Basisscore und die gespeicherten Einträge ab.

Branchenscores machen Verträge – oder eben nicht

Die Vertragspartner erhalten von der Schufa eigene Scorewerte, die auf die jeweilige Branche zugeschnitten sind. Worin genau die Unterschiede bestehen ist ebenso wenig bekannt wie die generelle Zusammensetzung des Scoring-Verfahrens. Die Schufa berechnet für Sparkassen und Genossenschaftsbanken ebenso jeweils eigene Branchenscores wie für den Handel und den Versandhandel sowie Telekommunikationsunternehmen. Auch Hypothekenbanken erhalten eine eigene Auswertung. Darüber hinaus sind alle anderen Banken (also Großbanken, Direktbanken, Privatbanken und Spezialkreditinstitute) als eigene Gruppe zusammengefasst. Verbraucher können ihre Scores schriftlich bestellen. Je Bestellung werden drei Euro plus ein Euro je Branche fällig. Rechnungen der Schufa werden per Lastschriftverfahren bezahlt.

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