Rückwärtshypothek: Warten ist angesagt
Der Markt für Rückwärtshypotheken hat sich in Deutschland noch nicht ausreichend etabliert und bietet noch keine zufriedenstellenden Angebote. Zu diesem Ergebnis kommt unter anderem die Fachzeitschrift „Finanztest“, die Eigentümern rät, mit der Beleihung des Hauses im Ruhestand wenn möglich noch abzuwarten. Anders als in den USA und vielen anderen europäischen Ländern finden sich hierzulande kaum Angebote. Die wenigen die es gibt sind kaum transparent und vor allem sehr teuer. Experten gehen allerdings davon aus, dass sich dies bald ändern könnte. Das Marktpotenzial für Rückwärtshypotheken in Deutschland wird als sehr groß eingeschätzt, weil immer mehr Eigentümer im Ruhestand über keine ausreichende Rente mehr verfügen und auch eine wachsende Zahl von Erben kein Interesse an einer Übernahme des Elternhauses zeigt.
Die Rente aufbessern ohne Umzug in eine Mietwohnung
Das Modell einer Rückwärts-Hypothek richtet sich an Eigentümer von Immobilien, denen ihre Rente nicht reicht und die dennoch nicht in eine kleinere Wohnung umziehen möchten. Bei einer Rückwärtshypothek wird eine abbezahlte Immobilie erneut belastet. Der Kredit wird wahlweise auf einen Schlag oder in monatlichen Raten ausbezahlt. Der Eigentümer erhält ein lebenslanges eingetragenes Wohnrecht und muss zu Lebzeiten keine Zins- oder Tilgungszahlungen leisten. Die werden erst fällig, wenn der Hausbesitzer verstirbt. Sind die Erben nicht bereit, die Verbindlichkeiten zu übernehmen, fällt das Haus in den Besitz der Bank. Wie hoch die Beleihung ausfallen kann, richtet sich nach dem Wert des Objektes und der statistischen Lebenserwartung des Eigentümers, die anhand der Sterbetafeln eingeschätzt wird, die auch bei Lebensversicherungen zum Einsatz kommen.
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