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Die gesetzliche Pflegeversicherung reicht nicht mehr aus

Eingetragen am 24. Januar 2012 – 13:23Kein Kommentar
Alter Mann

Private Pflegeversicherung, ein Muss oder Option?

Die Ende 2011 festgezurrten Rahmenbedingungen der Pflegereform sehen einige Verbesserungen für Pflegende und Pflegebedürftige vor und sollten das Jahr der Pflege für die FDP-Fraktion einläuten. Bisher gibt es jedoch noch keinen konkreten Gesetzesentwurf und es ist somit noch unklar, in welchem Umfang Veränderungen tatsächlich umgesetzt werden.
Budensgesundheitsminister Bahr Fordert in seiner Reform der Pflegeversicherung unter anderem eine Änderung des Begriffs der Pflegebedürftigkeit. Denn bis jetzt werden in der gesetzlichen Pflegeversicherung mit dem alten Pflegestufensystem, lediglich körperliche Gebrechen der Antragsteller gewürdigt. Die an Demenz erkrankten Menschen wurden so bisher weitgehend aus den Leistungen der Pflegeversicherung ausgeschlossen oder nicht adäquat unterstützt.

Gohde erteilt Bahr eine Absage

Doch die neuen Maßstäbe müssen erst noch durch ein Gremium festgelegt werden. Der Pflegebeirat, bestehend aus führenden Experten, soll die Details der Reform der Pflegeversicherung herausarbeiten, doch es gibt noch nicht ein mal eine klares Finanzkonzept, auf dessen Grundlage gearbeitet werden könnte. Aus diesem Grund lehnte auch der bisher amtierende Vorsitzende des Pflegebeirates, der Sozialexperte Jürgen Gohde, den weiteren Vorsitz ab. In einem Interview mit der „Berliner Zeitung“ sagte er, es fehle der schwarz-gelben Regierung an „politischer Entschlossenheit“. Er begründete seinen Rücktritt mit den Worten: „Ich bin an einem Punkt, an dem ich sage, es geht nicht“. (Quelle:Spiegel)

Unausgereiftes Finanzkonzept der Pflegeversicherung

Bisher steht das Finanzkonzept der Reform der Pflegversicherung in der Tat auf wackeligen Beinen. Die Pläne von Bahr sehen eine Erhöhung des Beitragssatzes der Pflegeversicherung vor und die Bürger werden dazu aufgefordert privat in die eigene Vorsorge zu investieren. Denn obwohl die Kassen der Pflegeversicherung im Moment gut gefüllt sind, stimmt die Prognose der demografischen Entwicklung nicht gerade positiv. So soll der Überschuss von über 5 Milliarden Euro besser auf der Hohen Kante geparkt werden. Zudem werden die Kosten, sollte die Reform der Pflegeversicherung wirklich mehr Geld für die Demenzkranken bringen, erhebliche Mehrkosten verursachen.
Ende Januar diesen Jahres soll der Gesetztes Entwurf spruchreif werden. Bis dahin bleibt abzuwarten, inwieweit die Versprechungen des letzten Jahres zur Reform der Pflegeversicherung umgesetzt werden. Mehr Informationen rund um die gesetzliche Pflegeversicherung und ergänzende private Vorsorgekonzepte findet man bspw. auf www.pflege-test.de/pflegeversicherung .

Foto: PT Images / shutterstock.com

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