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Über 300.000 Stellen wegen Kurzarbeit gerettet

Eingetragen am 4. Januar 2010 – 11:20Kein Kommentar

Laut der Bundesagentur für Arbeit konnte man aufgrund der Kurzarbeit über 300.000 Arbeitsplätze sichern. Jedoch gingen die Kosten für die Konjunkturmaßnahme in Milliardenhöhe. Im Jahr 2009 gab die Bundesagentur für Arbeit etwa fünf Milliarden Euro für Kurzarbeit aus. Circa ein Million Arbeitnehmer bekamen das konjunkturelle Kurzarbeitergeld und arbeiteten fast ein Drittel weniger.

Was die Kurzarbeit verhindert

Wenn das Kurzarbeitergeld nicht ausgezahlt wäre, so wäre die Arbeitslosigkeit mehr als die 300.000 geretteten Arbeitsplätze gewesen. Sofern bei einem Arbeitnehmer zwei Drittel seiner Tätigkeit wegen fehlenden Aufträgen wegfallen sollten, so wird dieser Mitarbeiter normalerweise nicht zu einem Drittel für die Firma weiter tätig sein, sondern er würde vielmehr eine Kündigung erhalten. Seine Tätigkeit hätten die anderen Mitarbeiter übernommen und Überstunden gearbeitet. Aufgrund der Kurzarbeit hat man dies vermieden.

Der Vor- und Nachteil der Kurzarbeit

Somit wurden die 4,7 Milliarden Euro gut angelegt. Schließlich sei die Kurzarbeit wesentlich preiswerter als die ansteigende Arbeitslosigkeit. Jedoch ist es dennoch risikoreich, dass ein Angestellter nach der Kurzarbeit trotz alledem eine Kündigung erhält. In diesem Falle hätte die Bundesagentur für Arbeit doppelt bezahlt. Dieses Institut geht davon aus, dass die Nachfrage nach Kurzarbeit im Jahr 2010 nachlässt.

Die unterschiedliche Entwicklung der Unternehmen mit Kurzarbeit

Ferner sind im Haushalt für dieses Jahr etwa drei Milliarden Euro für Kurzarbeit eingeplant. Man rechnet im Durchschnitt mit 530.000 Mitarbeitern, welche 30 % weniger in der Arbeit tätig sind. Unternehmen wie zum Beispiel BMW tragen zu dieser Trendentwicklung bei, welche wegen ihrer recht guten Auftragslage die Kurzarbeit nicht mehr in Anspruch nehmen. Dagegen gibt es aber wiederum Firmen mit einer verschlechterten Lage und sie müssen aufgeben.

Die Missbrauchsfälle

Es gibt aber bei der Inanspruchnahme der Kurzarbeit Missbrauchsfälle. Die Anzahl der Verdachtsfälle liegt in Relation zur gesamten Anzahl bei unter 1 %. Man darf laut Weise keinen Einzelfall akzeptieren. Trotzdem ist es kein Phänomen, bei welchem man sich sorgen muss.

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