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Experten rechnen mit ansteigenden Metallpreisen

Eingetragen am 4. Januar 2010 – 11:19Kein Kommentar

In den letzten Monaten zogen die Preise für die Industriemetalle aufgrund der stärker werdenden Schwellenländern Indien und China erheblich an. Man erwartet, dass sich die Weltwirtschaft erholt. Sollte dies wirklich eintreffen, so schlagen die Experten vor möglichen Angebotsengpässen Alarm.

Der Preisanstieg

Die Preise für Industriemetalle zogen aufgrund der riesigen Importe aus China innerhalb eines Jahres erheblich an. Die Commerzbank berechnete, dass sich die Preise in diesem Jahr für Blei um 136 %, Kupfer um 124 % und Zink um 98 % verteuert haben. Selbst für dieses Jahr rechnet man eher mit steigenden Preisen.

Die entscheidende Rolle für die Erholung der Weltwirtschaft

Ein ganz entscheidender Punkt für die künftige Entwicklung der Preise an den Metallmärkten ist das Erholen der globalen Wirtschaft. Hier spielt insbesondere die Entwicklung in den riesigen Schwellenländern wie z. B Indien und China eine entscheidende Rolle. Laut Eugen Weinberg von der Commerzbank ist China der größte Verbraucher sowie Importeur von Metallen. Sowohl die positiven Folgen der chinesischen Rettungspakete in den letzten drei Quartalen als auch die erholende Wirtschaft von Indien senden positive Zeichen.

Ein möglicher Angebotsengpass

Der treibende Faktor der Nachfrage wird der Bedarf von etwa drei Milliarden Menschen aus diesen beiden Staaten sein. Selbst die ERI-Experten gaben eine Warnung heraus. Schließlich kann wegen dieser immensen Nachfrage in den kommenden Jahren ein weiterer Angebotsengpass bei ein paar Metallen wie beispielsweise Kupfer auslösen.

Der Baltic Dry Index

Der Baltic Dry Index (sog. BDI) ist ein Maßstab für diese immense Nachfrage. Dabei bildet dieser Index die Kosten für Trockenfrachten (z. B. Zement, Kohle, Erz) sowie Agrarwaren (z. B. Zucker, Getreide) auf den bedeutendsten weltweiten Schifffahrtslinien ab. Deshalb wird der BDI als ein Konjunkturindikator verwendet. Weil sich die Wirtschaft abschwächte, stürzte der BDI Mitte 2008 von 11.800 auf 660 Punkte ab und nun schwankt dieser Index mit entsprechenden Ausschlägen um die 4.000 Punkte.

Die andere Seite der Medaille

Der zumeist zuversichtliche Ausblick ist nicht ganz ungetrübt. Sofern die chinesische Nachfrage kippen sollte, besteht die Möglichkeit zur Trendwende an den Metallmärkten. Sollte sich der chinesische Importbedarf verringern, so bedroht dies erheblich die anhaltende Erholung.

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