Der anhaltend hohe Ölpreis – binnen eines Jahres verteuerte sich der Treibstoff der Weltwirtschaft um circa 30 Prozent – macht die Ölmultis Royal Dutch Shell und Exxon Mobil glücklich: Beide Unternehmen konnten im zweiten Quartal kräftige Gewinne verbuchen.
Nur in der Ölbranche möglich: 77 Prozent mehr Gewinn bei 2 Prozent mehr Umsatz
Der Nettogewinn von Shell kletterte im Q2 2011 um stolze 77 Prozent auf rund acht Milliarden US-Dollar. Bereinigt um Sondereffekte legte die Produktion von Shell allerdings nur um sehr bescheidene zwei Prozent zu. Unter Einrechnung der Q2-Sondereffekte – vor allem der Verkauf von Ölfeldern – sank die Produktion der Royal Dutch Shell sogar um zwei Prozentpunkte und lag im zweiten Quartal des laufenden Jahres nur noch bei 3,05 Millionen Barrel pro Tag. Angeben wird diese tägliche Rohölmenge übrigens in Öläquivalenten, um eine einheitliche Maßeinheit für die unterschiedlichen geförderten und auf den Markt gebrachten Ölsorten und die Erdgasprodukte zu haben.
Leicht enttäuscht: Analysten hatten mehr von Exxon Mobil erwartet, dennoch starker Gewinnzuwachs
Auch bei Exxon Mobil lagen die Zuwächse beim Nettogewinn über dem Ölpreiszuwachs von rund 30 Prozent. Im zweiten Quartal konnte der Ölkonzern sein Nettoergebnis um 41 Prozent auf 10,7 Milliarden US-Dollar steigern. Dies entspricht einem Gewinn von 2,18 Dollar je Exxon-Aktie. Analysten waren an diesem Punkt von der Performance von Exxon Mobil enttäuscht, sie hatten mit rund 2,33 Dollar pro Anteilsschein gerechnet. Das größte börsennotierte Öl-Unternehmen der Welt hat also gegenüber dem Rivalen Shell noch etwas Nachholbedarf.
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