Zur Wochenmitte traf sich Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler mit zahlreichen einflussreichen Branchenverbänden der deutschen Wirtschaft. Die Berliner Veranstaltung lief dabei unter dem Titel ‚Investitionsgipfel Griechenland’. Zielsetzung des inoffiziellen Gipfeltreffens war dabei offenbar auszuloten, ob und wie die deutsche Wirtschaft der griechischen Wirtschaft – nicht dem griechischen Staatshaushalt – helfen könne. Nach Angaben der führenden Nachrichtenagentur Reuters standen dabei vor allem die Themen Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum im Mittelpunkt.
Bundeswirtschaftsminister Rösler ist zufrieden mit Gesprächsresultaten
Am Ende der Veranstaltung zeigte sich vor allem der Bundeswirtschaftsminister zufrieden mit dem Verlauf der Gespräche: Vor Pressevertretern sprach Rösler in diesem Zusammenhang von einem „großen Schritt“ hin zu konkreten Unterstützungsprojekten. Solche Unterstützungsprojekte könnten nach Einschätzung von Experten zum Beispiel in Gestalt einer finanziellen Unterstützung von Griechenland-Engagements deutscher Mittelständler organisiert
werden.
Deutsches Wirtschaftsengagement in Griechenland: Auch die EU soll ins Spiel gebracht werden
Auch nach dem ersten Schritt eines inoffiziellen Investitionsgipfels will der deutsche Wirtschaftsminister offenbar am Ball bleiben: In den kommenden zwei Monaten steht nach Ministeriumsangaben eine Reise von Philipp Rösler, gemeinsam mit einer Wirtschaftsdelegation, nach Griechenland an. Auch bei den zuständigen EU-Stellen will der firsch gebackene Wirtschaftsminister offenbar in Kürze vorstellig werden und um Unterstützung für die deutschen Initiativen werben.
BDI pocht in Griechenland vor allem auf Rechtssicherheit und Investitionsschutz
Von Seiten der Industrie und der Wirtschaft waren die Stimmen zum Investitionsgipfel Griechenland ebenfalls grundsätzlich positiv, aber noch zurückhaltender als die Statements aus dem Bundeswirtschaftsministerium. So bezeichnete der beispielsweise der BDI Röslers Initiative zwar als sinnvoll, präsentierte aber gleichzeitig eine „Wunschliste“. Vor allem die Rechtssicherheit und der Investitionsschutz in Griechenland liegen dem BDI verständlicherweise sehr am Herzen.
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