Verwöhnte Anleger bei Bonds
Menschen, die in Anleihen investieren, sind häufig bescheiden. Sie haben schließlich für die riesige Kursvolatilität an den Aktienmärkten lediglich ein müdes Lächeln übrig. Dies liegt darin begründet, dass die Anleger von Aktien das komplette Risiko übernehmen und aufgrund dessen sowohl mit hohen Erträgen als auch Verlusten zurecht kommen müssen. Im Gegensatz dazu kommt es bei den Anleihen letztendlich lediglich darauf an, dass der Debitor nicht insolvent geht und die Gläubiger ihr Geld zuzüglich die regelmäßigen Zinszahlungen erhalten.
Geringe Erträge für Rentenpapiere
Die Rentenanleger erhalten aufgrund dieses übersichtlichen Risikos auf das Jahr bezogen zumeist geringe einstellige Gewinne aus Kursgewinnen sowie Zinserträge. Allerdings können auch schon einmal Gewinne erreicht werden, die bei etwa 20 % liegen. Dies ist jedoch nur bei den sog. Junk-Bonds von Firmen mit einer geringen Bonität möglich.
Im Jahr 2009 kam alles anders
Dies war aber in diesem Jahr anders. Dabei erreichte die „Party“ ganz andere Ausmaße. Dies betrifft aber nicht das Ausfallrisiko von sehr sicheren Staatsanleihen, die von den Industrienationen emittiert werden.
Die hohen Gewinne bei Bonds und Anleihen
Man erhielt mit Bonds von den Schwellenländern sowie mit den Anleihen von Unternehmen mit einer hohen Bonität Gewinne, die im Schnitt zwischen 15 und 30 % lagen. Man konnte sogar mit den europäischen Junk-Bonds 70 % erreichen. Solche Zinspapiere hatten bis zum März eine relativ große Nachfrage, denn seitdem starteten die wesentlich riskanteren Aktienmärkte durch. Dies hat aber auch daran gelegen, dass diese nach 2008 als preiswert galten.
Die Entwicklung von Junk-Bonds sowie Staatsanleihen von den USA und Deutschland
Im Jahr 2008 gab es lediglich bei den Junk-Bonds hohe Kursrückgänge von mehr als 30 %. Dagegen lagen die deutschen Bundesanleihen, welche die Gewinner des krisengeschüttelten Jahres 2008 waren, im Jahr 2009 etwas im Plus. Die US-Staatsanleihen verzeichneten ein leichtes Minus.
Die Staatsanleihen
Die Staatsbonds hätten aufgrund der hohen Nachfrage nach Aktien und riskanten Anleihen sehr schlechter notieren müssen. Weil die Notenbanken sehr viele liquide Mittel in die Märkte zuführten, flossen somit auch liquide Mittel in die Staatsanleihen. Ferner lernten nun auch die Anleger, dass die besten Wertpapiere im Portefeuille keinen Nutzen haben, sofern der Anleger diese nicht auch wieder los werden kann. Sowohl die deutschen als auch die amerikanischen Staatsanleihen sind die am besten sowie schnellsten handelbaren Wertpapiere.
Ähnliche Beiträge:
- Euro-Bonds werden kontrovers diskutiert Beim deutsch-französischen Spitzentreffen am Dienstag wollen Sarkozy und Merkel sie nicht ansprechen: Euro-Bonds werden auf offizieller Ebene vor allem...
- Euro-Bonds: Finanzministerium schätzt deutsche Mehrkosten auf 25 Mrd. Euro pro Jahr Euro-Bonds würden Deutschland teuer zu stehen kommen. Wie der „Spiegel“ unter Berufung auf Zahlen aus dem Bundesfinanzministerium berichtet, wird...
- Trübe Aussichten bei den US-Bonds Laut Morgan Stanley könnten die Kurse bei den US-Staatsanleihen fallen. Die Empfehlung von Morgan Stanley lautet Leerverkäufe. Dabei führt...
- Conti emittiert zwei neue Anleihen – Anleger sollen mit hohen Zinssätzen gelockt werden Der Autozulieferer Conti will zum dritten Mal in 2010 beim Anleihemarkt einsteigen. Der hoch verschuldete Autozulieferer emittiert zwei Bonds...
- Griechenland-Bonität: S&P betrachtet Euro-Bonds als Ramschanleihen Die Ratingagentur Standard&Poors würde Euro-Bonds mit der Bonität des schwächsten Mitglieds der Haftungsgemeinschaft bewerten. Bei der gegenwärtig diskutierten Konstruktion...

