Im ersten Halbjahr 2011 haben die Lufthansa und ihre Konzerntöchter Germanwings, Swiss, Austrian Airlines und British Midland signifikant mehr Passagiere befördert als im Vergleichszeitraum. Trotzdem kommt der Kurs der Lufthansa-Aktie nicht auf die Füße, einen großen Anteil daran haben natürlich die grundsätzlich eher negativen Analystenkommentare zu Deutschlands größter Airline.

Auch in der Luftfrachtsparte Lufthansa Cargo ist die Entwicklung hervorragend

Eigentlich ist die Halbjahresbilanz von Deutschlands größter Fluglinie sehr gut: An der Börse kann die Lufthansa trotzdem nicht überzeugenZwischen Januar und Juni 2011 hat der Lufthansa-Konzern knapp über 50 Millionen Fluggäste befördert, gegenüber dem ersten Halbjahr des Vorjahres bedeutet dies einen Zuwachs von über 10 Prozent. Noch stärker war der Zuwachs im wichtigen Frachtbereich: Die Konzerntochter Lufthansa Cargo konnte den Absatz in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres um mehr als 14 Prozent steigern. Die Auslastung lag dabei nach Konzernangaben bei erfreulichen 68,6 Prozent.

Lufthansa: Kräftige Juni-Zuwächse im Fracht- und Passagier-Bereich

Besonders stark war dabei die Performance im Juni 2011, die Konzern-Verantwortlichen sprachen in diesem Zusammenhang von einer „Normalisierung der Wachstumsraten“. Diese Normalisierung zeigte sich übrigens sowohl im Passagierbereich als auch bei der Cargo-Sparte der Lufthansa. Im Juni 2011 konnte die Lufthansa bei den Passagierzahlen einen Zuwachs von 3,9 Prozent gegenüber dem Juni 2010 verbuchen. Im vergangenen Monat nutzten, saisonbedingt, 9,6 Millionen Passagiere die Angebote der Lufthansa. Parallel zu diesem Passagierzuwachs erhöhte sich auch der Absatz und zwar um 4,9 Prozent. Im gleichen Zeitraum stieg das Angebot um 7,7 Prozent. Das Absatzplus im Frachtbereich erreichte im Juni 2011 sogar ein Plus von 4,2 Prozent gegenüber dem Absatz aus dem Juni 2010.

UBS-Analystenkommentar: Lufthansa-Aktie ist kein klarer Kaufkandidat mehr

Trotz dieser grundsätzlich eigentlich sehr erfreulichen Kennzahlen hat sich die Schweizer Großbank UBS kürzlich entschlossen die Aktie der Deutschen Lufthansa von Buy auf Neutral herabzustufen, das bisherige Kursziel von 16,50 Euro pro Anteilsschein wurde allerdings beibehalten. Aktuell steht das Wertpapier der größten deutschen Airline bei 14,85 Euro. Die Begründung der UBS-Analysten: Trotz fundamental guter Zahlen, vor allem im Q2, sehen die UBS-Experten nach den jüngsten Kursanstiegen der Lufthansa-Aktie – um rund 7 Prozent stieg der Kurs allein im vergangenen Monat – aktuell kein ausreichendes Aufwärtspotenzial für eine weitere Kaufempfehlung. Die börsliche Reaktion auf das UBS-Verdikt erfolgte unmittelbar: Die Neutralisierung der Kaufempfehlung sorgte am Montag für ein Minus von 3,84 Prozent und einen Schlusskurs von 14,54 Euro.
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