Als Kunde der Hamburger Sparkasse (Haspa) hat man es aktuell wahrlich nicht leicht, vor allem als Firmenkunde: „Von unseren 60.000 Firmenkunden haben noch etwa 10.000 mit Schwierigkeiten beim Online-Banking zu kämpfen“, gab eine Haspa-Sprecherin gestern zu Protokoll. Diese Schwierigkeiten sind insbesondere erstaunlich, weil im Hause Haspa bereits vor rund einer Woche die Umstellung auf das neue EDV-System erfolgt war.

Ausgerechnet Firmenkunden am stärksten betroffen: Imageschaden für die Haspa

Hamburger Sparkasse: Rund 10.000 Firmenkunden bekommen ihre Kontoauszüge per Post - jeden Tag!Das ausgerechnet die so wichtigen und empfindlichen Firmenkunden von den Schwierigkeiten beim Online-Banking der Hamburger Sparkasse betroffen sind ist natürlich doppelt ärgerlich. Wie die Haspa-Sprecherin weiter mitteilte wurden allerdings inzwischen Übergangslösungen gefunden und implementiert. So verschickt das Hamburger Geldinstitut beispielsweise aktuell an die betroffenen Firmenkunden auf täglicher Basis Kontoauszüge, da es diesen Unternehmen nicht möglich ist die entsprechenden Daten bequem online einzusehen.

Hamburger Sparkasse: Die Probleme bei den Privatkunden sind fast behoben

Auch zahlreiche Privatkunden der Haspa waren in den Tagen unmittelbar nach der EDV-Umstellung von Fehlfunktionen und Unzulänglichkeiten betroffen. Wie die Haspa vor kurzem mitteilte konnten bei diesen Kunden zwischenzeitlich die gravierendsten Schwierigkeiten ausgeräumt werden. Lediglich rund 1.000 Kunden, die ihre Transaktionen im Online Banking mit dem sogenannten ChipTAN-Verfahren abwickeln, sollen noch mit Unzulänglichkeiten in der von der Haspa bereitgestellten EDV-Infrastruktur zu kämpfen haben. Dabei kam es Angaben von Verantwortlichen der Hamburger Sparkasse zum Teil auch zu Sperrungen von Online Banking-Zugängen. Diese müssten nun erst wieder manuell von Haspa-Mitarbeitern freigeschaltet werden.

EDV und Technik im Hause Haspa arbeiten mit Hochdruck an Lösungen

Wie die um ihre Aufgabe sicher nicht zu beneidende Haspa-Mitarbeiterin am Montag abschließend anmerkte hätten die aufgetretenen massiven IT-Herausforderungen aktuell höchste Priorität bei der Hamburger Sparkasse. Bezüglich einer möglichen schnellen Lösung sagte sie: „Wir arbeiten mit Hochdruck und im Dreischichtenbetrieb daran“. Auf ein Datum, ab dem tatsächlich wieder alles reibungslos funktioniert, wollte sich die Haspa bislang – wenig überraschend – allerdings nicht festlegen.
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