Sinkende Überschussbeteiligungen bei den Lebensversicherer
Auf die Versicherungskunden in Deutschland kommen sinkende Überschüsse zu. Die Überschussbeteiligung wurde nun bei dem Marktführer Allianz erstmalig seit sechs Jahren von 4,5 % auf 4,3 % gesenkt. Der Chef von Allianz-Leben Maximilian Zimmerer erläutert, dass sie nun auf die Erfordernisse der geringen Zinsen reagiert haben.
Die Verzinsung und der Schlussanteil bei der Allianz
Die Allianz zahlt zu der laufenden Verzinsung am Vertragslaufzeitende einen Schlussanteil. Die Kunden werden somit an den Bewertungsreserven beteiligt. Für das Jahr 2010 macht dies eine gesamte Verzinsung der Sparanteile von etwa 5 % aus.
Die Festlegung der Verzinsung
Sowohl die Auszahlung von Kapitallebensversicherungen als auch die Höhe der privaten Renten werden von der Überschussbeteiligung beeinflusst. Die Versicherungsunternehmen legen an jedem Ende eines Jahres die laufende Verzinsung für das nächste Jahr fest. Die laufende Verzinsung besteht sowohl aus der Überschussbeteiligung als auch aus dem Garantiezins, der momentan 2,25 % beträgt. Der Kunde erhält eine höhere Gutschrift, je besser das Versicherungsunternehmen wirtschaftet.
Die Konditionen der Versicherungsunternehmen
Dabei bezieht sich die Verzinsung auf den Sparanteil der Beträge, welcher bei etwa 80 % liegt. Die anderen 20 % werden für die Provision, Verwaltung und Risikoabdeckung verwendet. Nicht nur die Allianz, sondern auch die Europa-Versicherung hat die Überschussbeteiligung von 5 % auf 4,8 % gesenkt. Die restlichen Anbieter können ihre Werte für das Jahr 2010 stabil halten.
Der Reservetopf der Versicherer
Die Versicherungsunternehmen greifen hier auf den Reservetopf zurück. Dieser wird als Rückstellungen für Beitragsrückerstattung (kurz: RfB) bezeichnet. Dieser Reservetopf wird als Puffer verwendet, der die jährlichen Gewinnbeteiligungen glättet.
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