Es waren vor allem die Banken-Werte, welche die US-Aktienmärkte zu Wochenbeginn nach oben gezogen haben. Insbesondere die Wertpapiere von JPMorgan Chase und der Bank of America reagierten nämlich durchaus sehr positiv auf die mit Spannung erwarteten Beschlüsse des mächtigen Basler Ausschusses vom Wochenende. Während die Aktien der Bank of America 3,1 Prozent hinzugewinnen konnten, legten die JPMorgan Chase-Papiere immerhin noch um rund einen Prozentpunkt zu. Der S&P-Index der US-Finanzwerte konnten ebenfalls in dieser Größenordnung Zugewinne vermelden und lag am Ende des Tages mit 1,13 Prozent im Plus.
Basler Ausschuss: Systemrelevante Institute müssen 2,5 Prozent Extrakapital puffern
Notenbanker und Bankaufseher aus 27 Staaten hatten im Rahmen des Basler Ausschusses beschlossen, dass künftig die weltweit wichtigsten Finanzinstitute mehr Eigenkapital bereit halten müssen. Während alle übrigen Banken und Versicherungen bis Ende 2018 eine Eigenkapitalquote von 7,0 Prozent erreichen müssen trifft es die systemrelevante Institute härter: Sie müssen zukünftig bis zu 9,5 Prozent Kapitalpuffer vorhalten.
Analysten hatten offenbar bis zu 10 Prozent Kapitalpuffer für die Global Player befürchtet
Offenbar hatten viele Analysten und Experten in den USA aber mit noch höheren Kapitalanforderungen gerechnet – und waren so am Börsenmontag positiv überrascht. „Die Zahl ist nicht so hoch wie gedacht – es hätte schlimmer kommen können“, brachte Fred Dickson, Chef-Marktstratege bei D.A. Davidson & Co., die allgemeine Stimmungslage bezüglich dieses wichtigen Aspekts kurz auf den Punkt.
US-Investoren und US-Trader halten den Ball noch flach
Trotz der erfreulichen Tendenz bei den US-Finanzwerten blieb die Mehrheit der Anleger aber sehr vorsichtig. Ersten Spekulationen über eine möglicherweise bevorstehende Kurs-Rally widersprachen führende Analysten meist vehement. Zurückhaltung, Vorsicht und Angst seien immer noch die marktbeherrschenden Stimmungen. Investmentstratege Mitch Rubin von RiverPark Advisors konnte der Situation immerhin schon positive Aspekte abgewinnen: „Aber das Ausbleiben von schlechten Nachrichten in den vergangenen Tagen und der Ausverkauf am Freitag sorgen jetzt für einen Sprung“.
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