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Ackermanns Meinung zur Boni-Steuer

Eingetragen am 20. Dezember 2009 – 17:33Ein Kommentar

Der Chef der Deutschen Bank Josef Ackermanns will es unbedingt unterbinden, dass die Banker in Großbritannien aufgrund der Boni-Sondersteuer nicht mehr so viel Geld verdienen. Die Idee von Ackermann ist, dass entweder die anderen Mitarbeiter oder die Aktionäre mitzahlen. In der Deutschen Bank arbeiten in 72 Ländern 78.530 Mitarbeiter. Davon erhalten viele jedes Jahr für ihre Leistung Bonuszahlungen.

Die heiße Diskussion rund um die Boni-Steuer in Großbritannien

Allerdings werden die Boni in der größten deutschen Privatbank momentan sehr heiß diskutiert. Schließlich kann es in der kommenden Ausschüttung dazu kommen, dass ein Investmentbanker in London wesentlich weniger an Bonus erhält als ein Investmentbanker in New York. Natürlich regt die sog. Boni-Steuer, die in Großbritannien eingeführt wurde und welche lediglich Bankangestellte bezahlen müssen, eine heiße Diskussion an. Die Banker müssen ab 25.000 Pfund (circa 27.500 Euro) 50 % ihrer Prämien an Großbritannien abtreten.

Verteilung der Sondersteuer auf die Mitarbeiter oder Aktionäre beteiligen sich an die Kosten?

Jetzt will die Deutsche Bank die Lasten der Boni-Sondersteuer auf alle Mitarbeiter der Bank verteilen. Laut dem Konzernchef Josef Ackermann sei es nicht gerecht, dass die Banker in Großbritannien anders behandelt werden. Man sieht vor, dass diese Einschnitte auf alle Mitarbeiter der größten deutschen Privatbank in der ganzen Welt zu verteilen. Nach der Meinung von Ackermann wäre es auch möglich, dass sich die Aktionäre an die Kosten beteiligen.

Die Kritik gegenüber der Sondersteuer

Es gab nach den Worten von Josef Ackermann bislang keine Entscheidung zum Umgang mit der in Großbritannien eingeführten Sondersteuer. Man will erst einmal beobachten, wie die anderen Banken auf diese Sondersteuer reagieren. Der britische Staat will mit den erwarteten Einkünften von über 600 Millionen Euro den Arbeitsmarktsituation verbessern. Dabei gilt die Boni-Steuer erst einmal bis April nächsten Jahres, wobei sich die Finanzbranche schon vor der Einführung dieser Steuer gegen sie gewehrt hatte.

Boni-Steuer auch in anderen europäischen Ländern?

Selbst in anderen Ländern Europas denkt man über solch eine Sondersteuer wie in Großbritannien nach. Frankreich will beispielsweise eine Sondersteuer auf die Prämien von Banker einführen. Dabei soll laut der Finanz- und Wirtschaftsministerin Christine Lagarde die Höhe der Abgabe die Hälfte der Prämie betragen, sofern die Prämie über 27.500 Euro liegt. Dagegen bezeichnete die Bundeskanzlerin Angela Merkel diese Steuer als „eine sehr charmante Idee“.

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