Inflationsgesicherte Anleihen – Teil 3
Der Nachteil bei inflationsgeschützten Wertpapieren
Allerdings hat dies auch eine Kehrseite. Der Emittent von inflationsgeschützten Wertpapieren profiert von geringen Inflationen. Jedoch ist dieser Inflationsschutz für den Sparer nicht umsonst.
Die Mehrbelastung bei der Inflationswette
Dabei muss sich diese Mehrbelastung nicht aus den Bedingungen der Inflationswette ergeben. Deshalb sind hier insbesondere Vergleichsrechnungen sehr wichtig. Langfristig können die klassischen Anleihen eine höhere Verzinsung als die inflationsgeschützte Wertpapiere bieten.
Der Einfluss auf die reale Rendite
Natürlich hat die Finanzwette einen Einfluss auf die reale Rendite. Die Rendite von Anleihen erhöht sich bei regulären Rentenpapieren normalerweise bei einer Preissteigerungsrate, die sinkt. Es gilt aber auch umgekehrt, dass bei einer ansteigenden Inflation die Kurse der festverzinslichen Wertpapiere sinken. Inflationsgeschützte Anleihen sind insbesondere dann lohnenswert, sobald der Preissteigerungsindex bzw. Inflation höher und schneller steigt als man generell erwartet.
Die inflationsindexierte Anleihe als Depotbeimischung
Der Anleger stellt sich häufig die Frage, ob und wenn ja, wie er der erwarteten Preissteigerungsrate „entgegen treten“ will. Der risikoscheue Sparer kann neben Immobilien und Aktien auch inflationsindexierte Anleihen in das Depot beimischen. Dabei handelt es sich häufig um kapitalindexierte Anleihen.
Die Anpassung des Nominalwertes an die Inflation
Über die komplette Laufzeit wird der Kupon gleich bleiben. Stattdessen wird der nominale Wert der Anleihe an die Preissteigerungsrate angepasst. Investiert ein Geldanleger beispielsweise 100 Euro und eine Inflation bei 3 % pro Jahr liegt, beträgt der nominale Wert der Anleihe nach einem Jahr 103 Euro und nach dem 2. Jahr beträgt der Nominalwert 106,09 Euro etc. Ferner wird die jährliche Zinszahlung von beispielsweise 2 % immer auf der Grundlage des angestiegenen Nominalwertes berechnet.
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