USA 2010: US-CEOs mit 11 Prozent mehr Verdienst
Das Jahr 2010 brachte sowohl in Deutschland und Europa als auch in den USA eine kräftige wirtschaftliche Erholung. Die Gehälter der Vorstandsvorsitzenden in Deutschland konnten wieder deutlich zulegen. Diese Zuwächse sind aber tatsächlich gegenüber den CEO-Spitzenverdienern in den USA eher unbedeutend. Dies ergab eine Erhebung des renommierten Wall Street Journal, die heute nun in der Montagsausgabe des US-Finanzmagazins veröffentlicht wurde.
CEO-Gehälter in den USA: Festgehalt plus Boni
Nach den Wall Street Journal-Daten stieg der durchschnittliche Verdienst eines CEOs eines der großen und führenden US-Konzerne im Vergleich zum Vorjahr 2009 dabei um gut 11 Prozent und lag im Laufe des Jahres 2010 bei satten 9,3 Millionen US-Dollar. Dieser Durchschnittswert wurde durch die Zusammenrechnung des Festgehaltes und aller den CEOs gewährten Boni ermittelt. Während viele interessierte Beobachter der WSJ-Erhebung mit einigen US-Bankern in der Spitzengruppe des Geld-Rankings gerechnet hatten, ergab sich nun ein anderes Bild.
Die Top 3: Viacom vor Oracle vor CBS
Mit zwei Medienkonzernen unter den Top 3 des CEO-Rankings hatten offenbar nur wenige Experten gerechnet, anders sind die überraschten Stimmen im Medienecho heute kaum zu erklären. Auf Platz Eins liegt der CEO des Unterhaltungsriesen Viacom, Philippe Dauman, dem sein „Imperium“ aus Paramount, Nickelodeon und MTV, ein phänomenales Jahresgehalt von über 84 Millionen US-Dollar einbrachte. Mit einigem Abstand auf Platz Zwei der WSJ-Erhebung folgt der legendäre Konzernlenker des Softwarehauses Oracle, Larry Ellison. Er erhielt 2010 eine Gesamtvergütung in Höhe von 68,6 Millionen US-Dollar. Auf Platz Drei des Rankings folgt dann, überraschenderweise, ein weiterer Medienmanager: Leslie Moonves, seines Zeichens CEO des Fernsehimperiums CBS, der in 2010 ein Jahresgehalt von 53,9 Millionen US-Dollar verbuchen konnte.
Foto: Rainer Sturm / pixelio.de
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