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Inflationsgesicherte Anleihen – Teil 2

Eingetragen am 8. Dezember 2009 – 11:04Kein Kommentar

Geringe Kursschwankungen und Anpassung der Realverzinsung an die Inflation

Die inflationsindexierten Anleihen haben geringe Kursschwankungen im Vergleich zu den Kursen von regulären Rentenpapieren. Ferner passt sich die Realverzinsung tendenziell der Inflation an. Die Inflationsanleihen müssten sich in der Theorie bei ansteigenden Preisen eine gewisse Stabilität haben. Jedoch ist die Inflationsrate lediglich ein Faktor, welcher einen Einfluss auf die Entwicklung der Kapitalmarktzinsen hat.

Variable Verzinsung und häufig variable Rückzahlung

Nicht nur die Verzinsung der Anleihe, sondern auch der Rückzahlungsbetrag ist zum Teil variabel. Jedoch sind diese von der Inflation abhängig. Sobald das Preisniveau steigt, erhält der Gläubiger einer inflationsindexierten Anleihe eine entsprechend höhere Verzinsung und einen hohen Tilgungsbetrag. Ferner beinhaltet der Inflationsschutz von einigen inflationsschützenden Anleihen eine angepasste Verzinsung wie zum Beispiel die inflationsindexierte Anleihe von der EIB (Europäische Investitionsbank).

Inflationsgesicherte Bonds: Unterscheidung zwischen der Zins- und Nennwertvariante

Der Geldanleger muss bei den inflationsgesicherten Bonds zwischen einer Zinsvariante und einer Nennwertvariante differenzieren. Der Kapitalwert einer Anleihe bei der Zinsvariante ändert sich nicht durch den Inflationsindex wie zum Beispiel bei der inflationsindexierten Anleihe von der EIB. Der Sparer bekommt bei der Nennwertvariante zum Ablauf der Laufzeit einer Inflationsanleihe das Nominalkapital zurück, welches an die Inflation angepasst wurde.

Inflationswette mit dem Emittenten

Der Anleger von festverzinslichen Wertpapieren erwartet hier eine stabile bzw. niedrige Preissteigerungsrate. Hier ist es ratsam, dass er normale Rentenpapiere erwirbt. Sobald er inflationsgeschützte Wertpapiere bzw. Linker kauft, erwartet der Anleger, dass die Inflationsrate über der allgemeinen Markterwartung liegt.

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