Geldanlagen mit einem Inflationsschild
Die Kaufkraft des Geldes wird durch die Inflation gemindert. Dagegen halten Sachwerte ihren Marktwert. Es gibt ferner unterschiedliche Anlageklassen, die einen Schutz gegen die Geldentwertung schützen.
Die Anlage in Gold
Gold erlebte immer wieder sehr rasante Aufwärtsbewegungen, sobald die Inflation schneller angestiegen ist als die Zinssätze und die Inflation den Sparern keinen Vermögenszuwachs mehr ließ. Es war in den 70ern – das letzte Inflationsjahrzehnt – normal, dass man ungefähr 20 % des Vermögens eine Anlage in Gold tätigte. Insbesondere Barren ab 100 Gramm sowie Unzen-Münzen (z. B. der Krügerrand) sind sehr interessant. Im Gegensatz zu Silber gibt es bei Gold eine Befreiung von der Mehrwertsteuer.
Aktien
Aktien werden zu den Sachwerten gezählt. Deshalb haben sie einen relativ guten Schutz gegen die Inflation. Trotzdem haben Aktienanleger oftmals in den Jahren der Inflation verloren.
Der Grund für den Verlust bei Aktien in den Inflationsjahren
Die Emittenten von Anleihen müssen bei einer ansteigenden Inflation entsprechend hohe Zinsen anbieten. Dadurch werden die Aktien im Vergleich zu den Anleihen unattraktiver. Auf langer Sicht schadet eine nicht nur hohe, sondern auch eine permanent steigende Inflation die Wirtschaft.
Nachteile einer Inflation für die Unternehmen
Firmen müssen sich teurer refinanzieren. Aufgrund der Sorge vor ansteigenden Preisen ziehen sie kurzfristige Projekte vor. Ferner werden teure, langfristige Investitionen vernachlässigt.
Rohstoffaktien derzeitig interessant – ansonsten die Investition in Aktien gut überlegen
Das Inflationsargument spricht in der derzeitigen Lage höchstens für Rohstoffaktien. Für die restlichen Aktien sind andere Bedingungen wichtiger (z. B. die Konjunkturaussichten). Allerdings sind die momentanen Konjunkturaussichten eher schwach.
Die Anleihen
Bei den Anleihen sind die Zinscoupons fest. Die Anleger können sich bei einer steigenden Inflation für die erhaltenen Zinsen weniger einkaufen. Dadurch fällt ihr Wert real.
Inflationsgeschützte Anleihen
Es gibt inflationsgeschützte Anleihen. Der Zins richtet sich bei diesen Anleihen nach der Inflationsrate. Hier erfolgt die Übernahme des Inflationsrisikos durch den Emittenten.
Staatsanleihen mit variablen Zinssätzen und eine inflationsgeschützte Bundesanleihe mit einer 30-jährigen Laufzeit
Außerdem gibt es Staatsanleihen mit einem variablen Zinssatz. Sie werden mit fast jeder Laufzeit ausgegeben. Im Jahr 2010 wird eine inflationsgeschützte Bundesanleihe mit einer 30-jährigen Laufzeit auf den Markt gegeben.
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