Zertifikate statt Bankeinlage – hohe Zinsen und mehr Risiko
Sicherheitsorientierte Anleger können bestimmte Zertifikate als Alternative zu Tages- und Festgeldkonten in Betracht ziehen. Zwar ist jedes Zertifikat mit einem Emittentenrisiko verbunden, weil es sich um eine Schuldverschreibung der Bank handelt, die im Fall von deren Zahlungsunfähigkeit ihren Wert verliert. Die Renditen der strukturierten Investments schlagen die Zinsen im Einlagengeschäft der Banken jedoch um Längen. Renditehungrige Investoren müssen abwägen, ob sie bereit sind, die zusätzlichen Risiken zu tragen.
Einlagengeschäft ist ein Trauerspiel
Die Zinsen auf Tages- und Festgeldkonten sind aktuell sehr niedrig. Die FMH Finanzberatung schätzt die durchschnittliche Verzinsung täglich fälliger Einlagen auf etwa 1,3 Prozent. Für Festgelder mit einer Laufzeit von 12 Monaten werden im Schnitt etwa 1,4 Prozent gezahlt. Selbst die besten Angebote und Offerten ausschließlich für Neukunden bieten kaum mehr: Das beste Tagesgeldkonto mit deutscher Einlagensicherung bietet 2,75 Prozent für Guthaben bis zu 20.000 Euro und für einjährige Festgeldkonten sind nicht mehr als 2,55 Prozent zu haben.
Anleihen bieten mehr
Ähnlich trist sieht es bei Bundeswertpapieren aus: Die Tagesanleihe des Bundeswirft aktuell gerade einmal 0,2 Prozent Zinsen ab. Strukturierte Produkte bieten oft deutlich höhere Zinsen. Eine Stufenzinsanleihe von Morgan Stanley etwa bietet bei sechs Jahren Laufzeit eine progressive Verzinsung, die in den ersten fünf Jahren immer über 4,0 Prozent liegt und später auf 5 Prozent ansteigt. Das Papier notiert annähernd zu pari und bietet die Kuponzinsen also auch als effektive Rendite.
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