Erneut weniger Arbeitslose: Arbeitsmarkt bleibt robust
Der deutsche Arbeitsmarkt zeigt sich ungeachtet der Finanz- und Wirtschaftskrise weiter in robuster Verfassung. Wie die Bundesagentur für Arbeit am Dienstag mitteilte, sank die Zahl der Arbeitslosen im November um 13.000 gegenüber dem Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der Erwerbslosen den Angaben aus Nürnberg zufolge um 227.000. Damit ist die befürchtete Massenentlassung weiter ausgeblieben.
„Die Wintermonate kommen noch“
BA-Chef Weise zeigte sich bei der Bekanntgabe der Zahlen zuversichtlich. Er äußert sich dahingehend optimistisch, dass der erwartete deutliche Anstieg der Arbeitslosenzahlen möglicherweise nur in abgeschwächtem Umfang stattfinden werde. Kritiker allerdings sehen in der schwachen Zunahme der Arbeitslosigkeit vor allem ein Resultat des ungewöhnlich milden Novemberwetters. Die neue Arbeitsministerim Ursula von der Leyen betonte ebenfalls, dass die Wintermonate erst noch vor der Tür stehen. Auch Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt sagte, dass 2010 ein schwieriges Jahr werde.
Mehr als 1 Million Kurzarbeiter
Mehr als eine Million Menschen fallen unter die Kurzarbeiterregelung. Das verlängerte Kurzarbeitergeld trägt somit ebenfalls dazu bei, die Arbeitslosenstatistik zu entlasten. Im September nahmen der BA zufolge 1.056.000 Menschen Kurzarbeitergeld in Anspruch. Umgerechnet auf Vollzeitstellen ergibt sich ein Volumen von knapp 320.000 Arbeitsplätzen. Für das kommende Jahr rechnet Weise mit durchschnittlich 4,1 Millionen Arbeitslosen. Das entspräche gegenüber 2009 einem Anstieg um 600.000 Personen.
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