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Ratenkredit: Finger weg von teuren Restschuldversicherungen

Eingetragen am 2. Dezember 2009 – 17:31Kein Kommentar

Verbraucher sollten bei Ratenkrediten auf den Abschluss von so genannten Restschuldversicherungen verzichten. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis der von Banken wie Sauerbier angebotenen Policen ist derart schlecht, dass sie sich in fast keinem Fall wirklich lohnen.

Restschuldversicherungen übernehmen die laufenden Ratenzahlen bzw. zahlen den Kredit zurück, wenn der Kreditnehmer arbeitsunfähig oder arbeitslos wird bzw. verstirbt. Was in der Theorie sinnvoll erscheint, entpuppt sich in der Praxis als Kostenfalle.

Versicherung so teuer wie der ganze Kredit

Nicht selten summieren sich die Kosten der Restschuldversicherung zu einem zweiten Zinssatz – der Kredit ist dann doppelt so teuer wie ohne die Police. Ob die Versicherung im Ernstfall tatsächlich zahlt, ist besondere bei Arbeitslosigkeit fraglich: Die meisten Verträge sehen eine Karenzzeit von drei Monaten vor, während der keine Leistungen gezahlt werden. Wird zwischen zwei erwerbslosen Phasen zweitweise eine Beschäftigung ausgeübt, kann dies darüber hinaus unter bestimmten Umständen zu einem Verlust des Versicherungsschutzes führen.

Rücklagen und unabhängiger Versicherungsschutz die bessere Wahl

Verbraucher sollten Risiken besser über separate Policen absichern. Für den Verlust der eigenen Arbeitskraft ist je nach Budget und medizinischer Vorgeschichte eine private Unfall- oder Berufsunfähigkeitsversicherung die bessere Wahl. Hinterbliebene werden für den Fall der Fälle günstiger mit einer Risikolebensversicherung geschützt. Verlangen dürfen Banken den Abschluss einer Restschuldversicherung in keinem Fall – insbesondere darf daran nicht die Zusage zu einer Kreditvergabe geknüpft werden.

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