Weltwirtschaft im Schuldensumpf
Die Verschuldung der öffentlichen Haushalte in den USA, in Japan und im Euroraum wird in den kommenden Jahren neue Rekordhöhen erreichen. Die OECD schätzt, dass das Defizit der Vereinigten Staaten in diesem Jahr 11,2 Prozent des BIP betragen wird. Im kommenden Jahr wird der amerikanische Staat neuesten Schätzungen nach neue Verbindlichkeiten im Umfang von 10,7 Prozent der Wirtschaftsleistung aufnehmen. 2011 werden es immer noch 9,4 Prozent sein. Schon im letzten Jahr betrug das US-Haushaltsdefizit 6,5 Prozent. Die US-Wirtschaft wird sich der OECD nach nur langsam von der Wirtschaftskrise erholen. Im nächsten Jahr wird das Wirtschaftswachstum mit 2,5 Prozent allerdings wieder positiv ausfallen.
Deutschland steht gut da
Verglichen mit den USA steht Deutschland recht solide da. Das Defizit wird in diesem Jahr 3,2 Prozent der Wirtschaftsleistung betragen. Im nächsten Jahr sollen es dann 5,3 Prozent sein. Im Jahr 2011 werden 4,6 Prozent neue Schulden aufgenommen. 2008 war der deutsche Haushalt noch ausgeglichen gewesen. Im Euro-Raum wird die Verschuldung hingegen in diesem und in den beiden kommenden Jahren jeweils über 6 Prozent des BIP ausmachen. Noch schlechter sieht es in Japan aus: Nach 7,4 Prozent Defizit in diesem Jahr werden im kommenden Jahr 8,2 und im Jahr 2011 9,4 Prozent neue Schulden gemacht.
Verschuldung gefährdet Wachstum
In den USA mehren sich bereits die Befürchtungen, nach denen die ausufernde öffentliche Verschuldung das Wachstum hemmen könnte. Nimmt der Staat neue Schulden auf, bindet er damit Kapital, das dann nicht für private Investitionen zur Verfügung steht. Ökonomen weltweit appellieren deshalb seit Monaten an Geld- und Fiskalpolitik, die wachsenden Stabilitätsgefahren nicht zu ignorieren und einen erkennbaren Weg hin zu einer deutlichen Reduktion der staatlichen Neuverschuldung aufzuzeigen.
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Ich bin völlig einverstanden. In Deutschland ist nun die wirtschaftliche Lage besser als in den USA. Die USA haben viele Probleme zu lösen.