Im Dezember 2010 schienen sich die Verhandlungspartner der beiden Geldhäuser Deutsche Bank und LGT (Fürstentum Liechtenstein) bereits weitgehend einig gewesen zu sein. Es war davon ausgegangen worden, dass die BHF-Bank zeitnah den Besitzer wechseln würde. Heute wurde nun bekannt, dass die Verhandlungen zwischen LGT und Deutscher Bank endgültig gescheitert, es wird also keine Verkauf der BHF-Bank geben.
Aufsichtsbehörden torpedierten BHF-Deal zwischen Deutscher Bank und LGT
Verantwortlich für das Scheitern des lang geplanten Deals seien die zuständigen Banken-Aufsichtsbehörden, so das Statement von Seiten der Deutschen Bank. Die traditionsreiche BHF-Bank war von der Deutschen Bank zeitgleich mit einem weiteren Frankfurter Traditionshaus – Sal. Oppenheim – übernommen worden.
BHF-Bank bleibt dauerhaft Teil der Deutschen Bank
Das Veto der Aufsichtsbehörden fiel dabei offenbar so deutlich aus, dass die Verantwortlichen der Deutschen Bank keine weiteren Versuche für einen Verkauf der BHF-Bank unternehmen wollen. Stattdessen soll das Bankhaus mit seinen gut 1.500 Mitarbeitern und rund 40 Milliarden Euro in der Vermögensverwaltung nun zeitnah in den Konzernverbund der Deutschen Bank integriert werden. Die bisherigen Kernkompetenzen der BHF-Bank – Vermögensverwaltung wohlhabender Kunden und die Rund-um-Betreuung von Mittelständlern – sollen dabei erhalten bleiben und nach Möglichkeit natürlich auch noch gestärkt werden.
LGT trägt durch das Scheitern des BHF-Verkaufs mehr Schaden davon
Das im Fürstentum Liechtenstein ansässige Bankhaus LGT trägt durch das Scheitern des BHF-Bank-Deals wohl den größeren Schaden davon, denn die Verantwortlichen bei der Deutschen Bank waren wohl über den BHF-Verkauf deutlich unter Buchwert ohnehin nicht übermäßig begeistert. Mit der Akquise der BHF wollte sich LGT nach den Skandalen um Steuersünder-Datenbanken und Steuerflüchtlinge in Deutschland wieder ein solideres Image verpassen.
Foto: BHF-BANK Aktiengesellschaft
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