Tausende Missbrauchsfälle: Was Kreditkartenkunden nun beachten müssen
In Deutschland ist derzeit die größte Kreditkarten-Austauschaktion aller Zeiten im Gange. Die Kartendaten hunderttausender Kreditkartenkunden wurden offensichtlich von Betrügern ausgespäht und könnten nun zu missbräuchlichen Zwecken eingesetzt werden. Es werden derzeit die Karten von allen Karteinhabern, die in den vergangenen Monaten in Spanien waren ausgetauscht. In Spanien war Betrügern der Zugang zu den Daten eines Zahlungsabwicklers gelungen.
Praktisch alle Banken betroffen
Betroffen sind Kunden von fast allen Banken. Die Volks- und Raiffeisenbanken haben bislang 60.000 Karten ausgetauscht. Bei den Sparkassen waren es Berichten des Bayrischen Rundfunks zufolge sogar 190.000 Karten. Auch die Barclays-Bank hat Karten ihrer Kunden ersetzt. Betroffen sind darüber hinaus Inhaber von Lufthansa Miles&More-Karten, die eine Kreditkartenfunktion besitzen. Der Austausch der Karten wird von den Banken als Vorsichtsmaßnahme bezeichnet und ist für die Kunden kostenfrei. Betroffen sind ausschließlich Kreditkarten der Kartengesellschaften Visa und Mastercard, die bereits vor Monaten über den Datenverlust informiert waren.
Was tun bei Missbrauch?
Alle Karteninhaber, die in den letzten Monaten in Spanien waren und dort mit einer Visa- oder Mastercard bezahlt haben, sind aufgerufen, ihre Kartenabrechnung besonders gewissenhaft zu prüfen. Da auch einige deutsche Händler das spanische Abwicklungssystem benutzen, sollten alle Bankkunden einen genauen Blick auf ihre Abrechnung werfen. Findet sich dort ein nicht vom Karteninhaber verursachter Posten, sollte so schnell wie möglich die Bank informiert werden. Sofern dem Karteninhaber kein Verschulden für einen Missbrauch nachzuweisen ist, ersetzen Banken den entstandenen Schaden erfahrungsgemäß anstandslos.
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