Altersvorsorge: „Steuern sparen“ macht noch kein gutes Produkt
Vorsorge-Produkte, die von Banken und ihren Beratern vornehmlich mit dem Hinweis auf steuerliche Vorteile angepriesen werden, sollten ganz besonders kritisch geprüft werden. Oft verbergen sich hinter diesen Produkten Kostenfallen, die nur der Bank und dem Vermittler dienen, zur privaten Altersvorsorge aber nur sehr ineffektiv beitragen. Sowohl bei Riester- als auch bei Rürup-Verträgen haben Verbraucherschützer erschreckendes festgestellt.
Der Steuervorteil macht viele blind
Die Aussicht auf steuerliche Vorteile lässt viele Sparer vergessen, dass ein Kapitalanlageprodukt anhand seiner Qualität beurteilt werden muss. Die Steuervergünstigung von Altersvorsorge-Verträgen wird vom Finanzamt bzw. dem Steuerrecht bereitgestellt und nicht von der Bank oder der Versicherung. Oft fallen die Renten bei Riester- und Rürup-Verträgen zu gering aus, weil die Anbieter die Verträge regelrecht plündern. So gehen bei einigen Assekuranzen zwischen 10 und 15 Prozent der Einzahlungen für die Kosten drauf. Die eingesparten Steuern lohnen nur dann, wenn sie in einem guten Vertrag angelegt werden. Schließlich werden die Rentenzahlungen aus geförderten Verträgen im Alter voll besteuert.
Fondssparpläne oft die besser Wahl
Wie hoch die steuerliche Ersparnis ausfällt, hängt vom Einkommen des Vertragsinhabers während seiner gesamten Erwerbstätigkeit ab. Wer wenig verdient, spart auch nur wenige Steuern – oft lohnt sich die staatlich geförderte Vorsorge dann kaum, weil die Verträge mit allerlei Einschränkungen und Bedingungen verbunden sind. Besonders jüngere Sparer sollten auf Verträge setzen, bei denen die Einzahlungen in einen Fondssparplan fließen. Hier sind nicht nur die Gebühren meist günstiger – auch die Renditen sind langfristig höher.
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