ETFs sind die Gewinner der Krise
Börsengehandelte Indexfonds sind die Gewinner der Finanzkrise: Die Fondsgesellschaften melden durch die Bank Mittelzuflüsse. Ein wesentlicher Grund für das gewachsene Interesse ist das gesunkene Vertrauen in die Berater der Banken und die von ihnen angebotenen herkömmlichen Fonds. ETFs sind transparent, kostengünstig und entwickeln sich fast nie schlechter als aktiv verwaltete Investments.
Hohe Kosten werden nicht gerechtfertigt
Anders als bei gewöhnlichen Investmentfonds, die von einem Fondsmanagement verwaltet werden, bilden ETFs passiv eine bestimmte Basis ab. Dabei muss es sich schon lange nicht mehr um die großen Leitindizes handeln: Die Indexfonds der dritten Generation decken vielfältige Ansprüche ab. Durch die passive Verwaltung sind die Kosten sehr viel geringer: ETFs können wie eine Aktie an der Börse erworben und veräußert werden, ohne dass dafür ein Ausgabeaufschlag anfällt. Auch die laufende Verwaltungsgebühr macht nur einen Bruchteil der Management-Kosten aktiver Fonds aus.
Banken verschweigen ETFs gern
Wer mit seinem Bankberater über eine Neu- oder Umstrukturierung des Wertpapierportfolios spricht, darf nicht damit rechnen, auf ETFs aufmerksam gemacht zu werden. Geringe Kosten sind für die Bank und ihre Berater gleichbedeutend mit geringen Provisionen. Deshalb werden nach wie vor die hauseigenen Fonds angeboten. Selbst bei Direktbanken, die ihre Kunden vornehmlich online ansprechen, werden ETFs gerne „diskriminiert“: Aktuelle Kurse lassen sich oft nicht aufrufen und die gesuchten Informationen finden sich oft erst nach mühseliger Suchen.
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