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Britischer Arbeitsmarkt hat das Schlimmste hinter sich

Eingetragen am 16. Oktober 2009 – 13:19Kein Kommentar

Der britische Arbeitsmarkt hat sich im September weitaus besser entwickelt als von Experten erwartet. Zwar stieg die Zahl der Arbeitslosenanträge erneut um 20.800. Der Anstieg fiel aber sehr viel geringer aus als angenommen und war zudem der geringste Zuwachs der Arbeitslosigkeit seit Mai 2008. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,1 Prozent auf 5,0 Prozent an. Damit registriert das Vereinigte Königreich so viele Arbeitslose wie seit dem Jahr 1997 nicht mehr.

„Perspektiven für nachhaltige Erholung“

Die Arbeitslosenzahlen sind nicht mit denen in Deutschland vergleichbar. Würde die Arbeitslosigkeit in Großbritannien so definiert wie in der BRD, fiele die Arbeitslosigkeit deutlich höher aus. Der Chefvolkswirt von Investec, Phillip Shaw, sieht in den jüngsten Zahlen einen Hinweis darauf, dass die Talfahrt am Arbeitsmarkt gebremst ist und dass eine Perspektive für eine nachhaltige Erholung besteht. Die britische Wirtschaft konnte sich zuletzt auch gemessen an anderen Parametern aus ihrem tiefen Tal etwas befreien.  So stiegen im September sowohl die Einzelhandelsumsätze als auch die Immobilienpreise.

Historischer Einbruch durch Staat und Notenbank aufgefangen

Die britische Wirtschaft ist in den letzten fünf Quartalen um insgesamt 5,5 Prozent geschrumpft. Das ist der stärkste Rückgang der wirtschaftlichen Aktivität seit mehr als 30 Jahren. Besonders der Preisverfall am Immobilienmarkt, die Zurückhaltung der Banken bei der Kreditvergabe und der Einbruch der Konsumausgaben stürzten das Königreich in eine tiefe Krise. Regierung und Notenbank unternahmen beispiellose Maßnahmen zur Stützung, deren Folge unter anderem ein Haushaltsdefizit im zweistelligen Prozentbereich ist.

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