Folgen von Krise und Lohneinbußen: Die Rente sinkt!
Rentner müssen sich infolge der Wirtschaftskrise und dem damit verbundenen Rückgang der Löhne möglicherweise auf sinkende Bezüge im Ruhestand gefasst machen. Die Bild-Zeitung berichtet unter Berufung auf eine Studie des MEA-Instituts, dass die Rente für künftige Ruheständler mit 45 Beitragsjahren um bis zu 8 Prozent fallen könne. Der Grund liegt in der Kopplung der gesetzlichen Renten an die Lohnentwicklung: Da die Arbeitnehmer wegen der Krise weniger verdienen, sinken auch die Renten.
Rentenversicherung dementiert
Die deutsche Rentenversicherung widersprach der Studie und ließ verlauten, dass Einbußen für Rentner in größerem Umfang nur dann anzunehmen seien, wenn die Wirtschaftskrise für einen langen Zeitraum auf das Lohnniveau drücke. Die Rentenversicherung wies zudem darauf hin, dass die gesetzliche Rente als umlagefinanziertes System nicht unmittelbar von der Krise betroffen sei, da keine nennenswerten Engagements am Kapitalmarkt getätigt würden. Zudem sei der Lohnrückgang, der in der MEA-Studie unterstellt werde, „unwahrscheinlich“.
Private Vorsorge wichtiger den je
Das MEA-Institut stellte klar, dass der Stellenwert der privaten Altersvorsorge in Zukunft noch weiter zunehmen wird. Auch ohne die Wirtschaftskrise sei das Niveau der gesetzlichen Rente nicht mehr ausreichend. Sinkende Löhne könnten sich jedoch in erheblichem Umfang negativ auf die Bereitschaft der Bundesbürger auswirken, privat für das Alter vorzusorgen. Bereits vor einigen Tagen war eine Studie der Postbank veröffentlicht worden, der zufolge bereits jeder sechste Erwerbstätige in Deutschland einen privaten Vorsorgevertrag gekündigt oder im Umfang reduziert hat.
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