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430 Millionen Policen: Welche Versicherungen überflüssig sind

Eingetragen am 15. Oktober 2009 – 16:37Kein Kommentar

Die Bundesbürger unterhalten nach Angaben des Bundes der Versicherten 430 Millionen Versicherungsverträge. Viele davon nützen ausschließlich dem Versicherer und seinen Beratern, bieten Versicherten jedoch keinen erkennbaren Nutzen. Besonders in persönlichen Beratungsgesprächen mit dem Vermittler neigen Verbraucher offensichtlich dazu, Kosten und Nutzen einer Versicherung falsch einzuschätzen.

Kosten und Nutzen abwägen

Für die meisten Kunden sind Glasbruchversicherungen beispielsweise vollkommen überflüssig: Wer keinen Wintergarten oder eine große Glasfassade besitzt, braucht diesen Versicherungsschutz nicht. Eine einzelne zerbrochene Scheibe lässt sich zu überschaubaren Kosten austauschen – die Versicherung hingegen ist meist viel zu teuer. Ebenfalls verzichten sollten Verbraucher auf Brillenversicherungen, Krankenhaustagegeld-Policen und Fahrradversicherungen, wenn keine besonderen Umstände vorliegen. Überflüssig sind in den meisten Fällen auch eine Handyversicherung und eine Reisegepäckversicherung.

Der Markt bietet skurrile Policen

Die Assekuranzen bieten ihren Kunden vielfältige Policen an, die teilweise regelrecht skurril anmuten. So ist es möglich, eine Hochzeitsrücktrittskostenversicherung abzuschließen. Empfehlenswert ist das aber nicht. Das gilt auch für fast alle Arten von Tierkrankenversicherungen: Für Katzen werden trotz Selbstbeteiligung und zahlreichen Ausschlüssen schnell einige hundert Euro im Jahr fällig. Bei Hunden kostet ein Krankenversicherungsschutz mitunter sogar einen vierstelligen Betrag. Fazit: Nur weil sich praktisch jedes Risiko versichern lässt, muss nicht jede erhältliche Police abgeschlossen werden. Besser und vor allem deutlich billiger ist es, etwas Geld für unvorhergesehene Ausgaben an die Seite zu schaffen.

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