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Von Krise keine Spur: Mehr Milliardäre in China

Eingetragen am 15. Oktober 2009 – 16:29Ein Kommentar

In China leben trotz der Finanz- und Wirtschaftskrise derzeit 130 Milliardäre. Die meisten von ihnen haben viel Geld an den Aktien- und Immobilienmärkten verdient. Das Geht aus einer Untersuchung des Magazins „Hurun Report“ hervor. Die Vermögensentwicklung unter Chinas Superreichen ist dabei nach Aussage des Magazins sehr dynamisch: Von den zehn  reichsten Chinesen haben sieben ihren Status erst in diesem Jahr erreicht. Der vermögendste Mann in China ist demnach Wang Chuanfu, der sein Geld mit Autobatterien verdient und über ein Vermögen von 5,1 Mrd. US-Dollar verfügt.

„Dunkelziffer“ ist noch weitaus höher

Nach Angaben der Experten des Hurun Reports verfügen noch mehr Menschen in China über ein Vermögen von mindestens einer Milliarde Dollar als es die Quellen der Erhebung vermuten lassen. So könnte die tatsächliche Zahl der Milliardäre im Reich der Mitte sich auf 260 belaufen. Viele Superreiche hielten sich verstärkt im Hintergrund und würden von der Erhebung gar nicht erfasst. Der rasante Zuwachs an Milliardären spiegelt den beispiellosen Aufschwung wider, den die Volksrepublik durchlebt. China ist nach den USA und Japan die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt und konnte Deutschland im vergangenen Jahr von diesem Rang verdrängen.

Weltweit weniger Milliardäre

Die Entwicklung der „Milliardärs-Quote“ in China ist nicht repräsentativ für den Rest der Welt. Ganz im Gegenteil: Die Finanzkrise und damit die Wertverluste bei fast allen Arten von Finanzvermögen haben den Supereichen arg zugesetzt. In Deutschland leben derzeit noch 99 Menschen mit einem Vermögen von mehr als einer Milliarde Dollar und damit 23 weniger als vor der Krise. IN Russland leben heute nur noch halb so viele Milliardäre wie in 2008. In den USA verloren Untersuchungen zufolge die 400 wohlhabendsten Menschen binnen Jahresfrist zusammen 300 Mrd. Dollar.

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