Aktienanleihen: Alternative mit Rendite
Die Verzinsung sicherer Geldanlagen ist derzeit sehr niedrig: Für täglich fällige Anlagen werden im Durchschnitt etwa 1,3 Prozent im Jahr gezahlt und Festgelder mit einer Laufzeit von 12 Monaten bringen rund 1,4 Prozent. Anleger, die etwas Risikobereitschaft mitbringen, können deshalb den Kauf von Aktienanleihen in Betracht ziehen. Die Renditechancen sind gegenwärtig sehr gut und das Verlustrisiko vertretbar. Aktienanleihen sind eine Mischung aus Aktie und verzinslichem Wertpapier.
10 Prozent Rendite im Jahr sind möglich
Eine Aktienanleihe bezieht sich auf eine bestimmte Aktie und ist mit einer Fälligkeit versehen. Bei Fälligkeit wird der Nennbetrag zurückbezahlt, wenn der Kurs der zugrundeliegenden Aktie oberhalb eines bestimmten Niveaus –dem Basispreis – notiert. Zusätzlich erhalten Anleger den Kupon ausbezahlt. Liegt der Kurs der Aktie bei Fälligkeit der Anleihe unter dem Basispreis, erfolgt die Rückzahlung in Form einer bestimmten Anzahl der Aktien. Der Kupon wird jedoch ebenfalls in bar ausbezahlt. Das Risiko besteht somit darin, dass der Aktienkurs deutlich unter den Basispreis fällt und Anleger als Rückzahlung ein Aktienpaket erhalten, dessen Wert unter der Einlage liegt.
Zahlreiche Basiswerte stehen zur Auswahl
Die Investmentbank Sal. Oppenheim bietet sehr viele Aktienanleihen auf Dax-Werte an. Ein Papier, das sich auf die Aktie der Deutschen Bank bezieht, bietet einen jährlichen Zinskupon in Höhe von 15 Prozent. Der Basiswert der Aktie liegt bei 47,00 und damit rund 14 Prozent unterhalb des aktuellen Kurses. Die Anleihe notiert bei 105 Prozent des Nennwertes, so dass eine jährliche Rendite von etwa 10 Prozent zu erzielen ist. Die Fälligkeit der Anleihe liegt im Dezember 2010. Selbst wenn die Aktie der Deutschen Bank bis dahin unter 47 Euro fällt, müssen Anleger nicht sofort einen Verlust hinnehmen, weil der Zinskupon als Pufferzone wirkt.
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