IWF: Europa erholt sich nur langsam
Der Internationale Währungsfonds sieht für Europa nur eine sehr langsame Erholung von der Wirtschaftskrise. Die Wirtschaft wird einem in Istanbul vorgestellten Bericht zufolge auf längere Sicht nur moderat wachsen. Für das laufende Jahr prophezeit der Währungsfonds einen Rückgang der wirtschaftlichen Aktivität in Europa um vier Prozent. Im kommenden Jahr wird die Wirtschaft den Einschätzungen der Fachleute zufolge um 0,5 Prozent wachsen. Auch über das Jahr 2010 hinaus sieht der IWF keinen dynamischen Aufschwung.
Kredite und Arbeitsplätze knapp
Die Kreditvergabe wird nach Ansicht der IWF-Volkswirte schleppend verlaufen und die Entwicklung am Arbeitsmarkt wird sich dämpfend auf den privaten Konsum auswirken. Ein zentrales Problem sehen die Experten in einer gesunkenen Nachfrage der Verbraucher in den USA, die durch die wachsende Importnachfrage auch Asien nicht ausgeglichen werden kann. Europa kann sich nach Ansicht des IWF deshalb nicht allein auf die Exporte verlassen, sondern muss durch den privaten Konsum und wachsende Investitionen zu einer wirtschaftlichen Erholung kommen.
11 Prozent Arbeitslose in Deutschland
Der Währungsfonds sieht weiterhin kritisch, dass das Potenzialwachstum der Eurozone zurückgegangen ist. Das Potenzialwachstum ist die Zunahme der wirtschaftlichen Aktivität, die erfolgen kann, ohne dass es zu Inflation kommt. Für den deutschen Arbeitsmarkt erwarten die Experten für das Jahr 2011 eine Arbeitslosenquote von 11 Prozent.
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