Rohstoffinvestments: Nutzen, Risiken, Fallstricke
Rohstoffe sind in der Finanzwelt seit einigen Jahren en Vogue. Nicht nur die anhaltende Hausse bei Edelmetallen, fossilen Brennstoffen und Agrarrohstoffen hat das lange Zeit verwaiste Segment wieder ins Rampenlicht des Börsenparketts gerückt. Auch die Angst vor Inflation und Währungsreform, die angesichts der rund um den Globus ausufernden Staatsverschuldung so groß ist wie lange nicht, hat Gold und Co. wieder zum Thema in Anlegergesprächen gemacht.
Kein Allheilmittel, aber wirksame Beimischung
Wer in Rohstoffe investiert, muss wissen, dass diese nur dann eine Rendite abwerfen, wenn die Kurse steigen. Rohstoffbesitzer erhalten weder Zins noch Dividende. Üblicherweise steigen die Preise von Rohstoffen aber an, wenn die Weltwirtschaft stark wächst. Starkes Wachstum fällt in der Regel mit einer anziehenden Teuerungsrate zusammen, woraus die inflationssichernde Eigenschaft von Rohstoffen herrührt. Viele Rohstoffe unterliegen jedoch sehr spezifischen Einflussvariablen, so dass Investments eher als Beimischung zum Depot mit einem Anteil von nicht mehr als zehn Prozent gesehen werden sollten.
Das Produkt entscheidet
Der Rohstoffboom hat dazu geführt, dass Banken eine Vielzahl unterschiedlicher Finanzprodukte anbieten, die sich mit dem Segment befassen. Hier gilt es, genau hinzusehen: Oft verbergen sich hinter den Prospekten Investments, die sich mit den Erwartungen der Anleger nicht decken. Wer etwa in den Goldman Sachs Commodity Index investiert, investiert zu rund 50 Prozent in Benzin und nur zu etwa 10 Prozent in Gold, weil die Gewichtung sich am Welthandelsvolumen orientiert. Wer Edelmetalle stärker gewichten will, muss – um beim GSCI zu bleiben – in einen Subindex investieren.
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