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Zinsen sind mau: Finger weg von langfristigen Anlagen

Eingetragen am 5. Oktober 2009 – 11:42Kein Kommentar

Das Zinsniveau in Europa ist derzeit –geschuldet einer sehr lockeren geldpolitischen Haltung der Europäischen Zentralbank  – ausgesprochen niedrig. Für Anleger bedeutet dies, dass die Zinsen sicherer Anlagen kaum ausreichen, um die allgemeine Teuerungsrate auszugleichen. Viele greifen deshalb zu sehr langfristigen Festgeldkonten und Anleihen mit langer Restlaufzeit, weil hier die Zinsen noch am besten sind. Genau davor aber warnen Experten jetzt.

Flexibilität ist Trumpf

Das Zinsniveau könnte schon bald wieder deutlich ansteigen. Zwar haben sich die großen Notenbanken der Welt noch nicht explizit auf einen Termin festgelegt  -dass es innerhalb der nächsten sechs Monate zu Zinserhöhungen kommt, ist aber sehr wahrscheinlich. Wer sein Geld jetzt für lange Zeit auf einem Festgeldkonto bindet, riskiert, die nächste Hochzinsphase zu verpassen. Anleihen mit langer Restlaufzeit bergen sogar ein erhebliches Verlustrisiko: Steigen die Zinsen an, langen Ende an, drückt dies die Kurse.

Sicherheit hat ihren Preis

Am besten eignen sich derzeit täglich fällige Einlagen, Festgelder mit nicht mehr als drei Monaten Laufzeit und kurzläufige Anleihen. Bei den Schuldverschreibungen des Bundes kommen somit vor allem die Tagesanleihe sowie unverzinsliche Schatzanweisungen (auch als „BuBills) bezeichnet. Die Tagesanleihe ist täglich fällig und die Schatzanweisungen laufen höchstens sechs Monate. Abzuraten ist auch von der Eröffnung eines langfristigen Sparplans mitten in der Zinsflaute. Eine Ausnahme bilden Produkte, deren Verzinsung sich an einem Referenzzinssatz orientiert und somit in besseren Zeiten ansteigt.

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