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2008: Deutsche Arbeitnehmer werden ärmer

Eingetragen am 1. Oktober 2009 – 15:18Kein Kommentar

Die Realnettolöhne der deutschen Arbeitnehmer sind im Jahr 2008 gesunken. Wie das Statistische Bundesamt auf seiner Homepage mitteilt, verdiente ein Angestellter in Vollzeit 41.509 Euro und damit 2,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die allgemeine Teuerungsrate in diesem Zeitraum betrug offiziellen Angaben zufolge 2,6 Prozent. Nach Abzug von Steuern und Abgaben verfügen die meisten Arbeitnehmer damit über eine geringere Kaufkraft als ein Jahr zuvor.

Kalte Progression ist schuld

Dass die Kaufkraft trotz der Lohnerhöhung sinkt, liegt an einem steuerlichen Effekt: Der Fiskus besteuert nominale Einkünfte und berücksichtigt dabei nicht die Teuerungsrate. Lohnerhöhungen müssen immer mit der Grenzabgabenlast versteuert werden. Da diese durchaus über 50 Prozent liegen kann, bleibt einem Angestellten mit einem guten Einkommen von einer Anhebung seines Gehaltes um 2,8 Prozent ein Plus von nur 1,2-1,4 Prozent netto übrig. Die Teuerungsrate übersteigt damit den realen Zuwachs.

Keine Besserung in Sicht

Dass die Verdienste in den kommenden Jahren spürbar steigen werden, ist nicht zu erwarten. Zum einen dürfte die als Folge der Krise steigende Arbeitslosigkeit die Verhandlungsposition der Gewerkschaften schmälern. Zum anderen ist zu erwarten, dass nach der bevorstehenden Bundestagswahl die Steuern und Abgaben steigen werden. Den deutschen Arbeitnehmern und Konsumenten stehen also schwere Zeiten bevor.

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