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US-Dollar weiter auf Talfahrt

Eingetragen am 1. Oktober 2009 – 14:21Kein Kommentar

Der US-Dollar wertet weiter ab. Am Donnerstag notierte der Greenback gegenüber dem Euro bei 1,4768. Das ist der niedrigste Stand seit mehr als einem Jahr. Die Schwäche der US-Währung beschränkt sich nicht nur auf den Wechselkurs zum Euro, sondern auch auf den gegenüber anderen Währungen. Zudem zeigt sich in den letzten Wochen an den Energie- und Edelmetallmärkten ein starker Preisanstieg. Der Dollarindex, der den Kurs der US-Währung gegenüber einem handelsgewichteten Währungskorb anzeigt, steht derzeit bei etwas mehr als 71 Punkten und damit so niedrig wie seit dem vergangenen August nicht mehr.

Dollarschwäche hat multiple Ursachen

Die Dollar-Schwäche ist nach Ansicht von Währungsexperten auf verschiedene Ursachen zurückzuführen. Zum einen wirken sich die geldpolitischen Maßnahmen der US-Notenbank Federal Reserve auf den Kurs aus. Die Fed hält den Leitzins in den USA auf dem historisch niedrigen Stand von 0-0,25 Prozent und pumpt zudem durch Wertpapierankäufe Unmengen Liquidität in den Markt. Zum anderen ist auch die gestiegene Risikotoleranz an den weltweiten Finanzmärkten ursächlich für die Kursentwicklung. Anleger liquidieren Assets in Dollar und transferieren sie in andere Währungsräume.

Abwertung könnte sich fortsetzen

Der Dollar-Sinkflug könnte sich durchaus noch eine Weile fortsetzen. Noch in diesem Jahr erscheint ein Test des Allzeittiefs bei gut 1,60 Dollar pro Euro realistisch. Solange das Zinsniveau in den USA niedrig und die Verschuldung des öffentlichen Sektors hoch bleibt, ist jedenfalls Abwärtsdruck vorprogrammiert. Der Dollar wird zunehmend für Carry-Trades interessant: Anleger verschulden sich dabei zu niedrigen Zinsen in den USA und legen die Mittel in höher verzinsten Währungen an. Durch die Abwertung werden solche Geschäfte besonders interessant.

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